D bayrisch Duarl

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Zwiefacher aus Galizien in der heutigen Ukraine. Der Tanz wurde von Auswanderern aus dem Egerland in die Egerländer Siedlungen der Felizienthaler Siedlungsgruppe im Bezirk Skole gebracht. Er stammt möglicherweise aus dem Bayrischen.

Der Tanz war in dieser Form des taktwechselnden Zwiefachen nur mehr bei alten Leuten bekannt. In letzter Zeit wurde er bereits im reinen 3/4-Takt aufgespielt. Während die Wiegeschritte früher den Zweitakt betonten, glichen sie nach dem Wechsel des Tanzes zum vereinfachten Dreitakt mehr flüchtigen Walzerschritten und wurden oft auch schon als solche getanzt.

Zwiefach tanzen

Rundtanz rechts (manchmal auch links) herum, meist in geschlossener Walzerhaltung.

Wechsel zwischen ungeradem und geradem Takt, also z. B. zwischen 3/4- und 2/4-Takt. Der Taktwechsel kann dabei regelmäßig erfolgen, z.B. jeweils zwei Takte in den verschiedenen Rhythmen, wie beim Boxhamerisch, dem einfachsten Zwiefachen, kann aber auch nur vereinzelt oder unregelmäßig im Stück auftreten.

Tänzerisch entspricht dem Wechsel zwischen 3/4- und 2/4-Takt ein Abwechseln zwischen Walzerschritten und Dreherschritten. Pro Takt ein Walzerschritt (W, ein Takt 3/4-Takt) oder ein Dreherschritt (D, 1 Takt 2/4-Takt) ergeben je eine halbe Drehung.

Tanzbeschreibung

Felizienthaler Version

Takt 1: Wiegeschritt, Tänzer nach rechts, Tänzerin nach links seitwärts mit Anheben des Spielbeines und Neigen des Körpers in Bewegungsrichtung.

Takt 2: Gegengleich

Takt3-4: Walzer

Diese Tanzbewegungen werden mehrmals wiederholt.

Zwiefach-Version

W = Walzertakt, D = Drehertakt

  1. |: D D W W D D W W :|

Quellen

  • "Heimat Galizien" von Josef Lanz, 1965
  • Flugblatt verfasst von Franz Fuchs

Noten