Gamsenegger

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Gamsenegger Tanz, Gamsenegg - Gutenstein im Mießtal, damals zu Unterkärnten gehörig, heute Slowenien.

Ausgangsstellung

Tänzer mit dem Rücken zur Kreismitte, in Gegenüberstellung zu seiner Partnerin. Keine Fassung. Arme Hüftstütz oder in anderer Weise ruhig an sich gehalten.

1. Melodie

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Takt 1: Im 1. Viertel berührt der Tänzer mit dem linken, die Tänzerin mit dem rechten Fußballen schräg seitwärts in Tanzrichtung den Boden (Tupftritt), im 2. Viertel werden die Füße wieder zurückgestellt.

Takt 2: Gegengleiches schräges Seit- und Zurückstellen der anderen Füße.

Takt 3-4: Der Tänzer macht, links ausschreitend, mit 3 Schritten und einem Beistellen des rechten Fußes eine ganze Drehung um die eigene Achse nach links herum, die Tänzerin das gleiche, rechts ausschreitend, nach rechts herum.

Takt 5-8: Wie Takt 1 - 4: mit dem Beistellschritt im 8. Takt nimmt das Paar gewöhnliche Rundtanzfassung, die gestreckten Arme weisen dabei in Tanzrichtung.

2. Melodie

Takt 1-4: In gewöhnlicher Rundtanzfassung ein seitlicher Nachstellschritt und ein Nachführschritt in Tanzrichtung - Ausschreiten im 1., Beistellen im 3. Achtel eines jeden Taktes -, hierauf ein seitlicher Nachstellschritt und ein Nachführschritt gegen die Tanzrichtung.

Takt 5-8: Mit 8 Dreherschritten drei Umdrehungen mit dem Uhrzeiger. Das Paar gelangt mit diesen Dreherschritten in Tanzrichtung etwas weiter. In der Volkstanzpflege werden häufig nur zwei Umdrehungen gemacht.

Takt 9-16: Wie Takt 1 - 8 (Wiederholung).

3. Melodie

Takt 1-16: Ruhiger, getretener Walzerrundtanz (Ländler).

Zum Tanz

Aufgezeichnet von Roman Maier nach Mitteilung seiner Frau, die den Tanz um 1896 von ihrer Großmutter Louisi Rudl, in Gamsenegg-Gutenstein im Mießtal, damals zu Unterkärnten gehörig, kennengelernt hat. Der Tanz erscheint uns als Zusammenfügung eines Bewegungsmotivs, das an das Hiatamadl oder an einen Schottischen erinnert, mit dem Motiv eines durch Seitschritte unterbrochenen Rundtanzes, wie etwa der Neudeutsche. Trotz seiner Uneinheitlichkeit im Aufbau hat er sich gut als ruhiger „Gebrauchstanz“ bewährt und als solcher insofern eine gewisse Abschleifung erfahren, als man vielfach auf das im Quellenwerk angegebene, nicht sehr vorteilhaft wirkende Abwinkeln der seitgestreckten Arme beim seitlichen Nachstellschritt gegen die Tanzrichtung verzichtet. (Herbert Lager, 1969)

Quelle

CD

Noten

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