Schwedischer

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Haxenschmeißer, Hausschlüsselwalzer, Schwedisch, Vogel hupf auf, Steiermark und ganz Österreich,

(Der Name Schwedischer ist eine Verballhornung von Schwäbischer (Tanz aus Schwaben).

Ausgangsstellung

Tänzerin rechts neben dem Tänzer, beide blicken in die Tanzrichtung. Die inneren Hände sind bei herabhängenden Armen gefasst.

Tanzbeschreibung

Taenzer17.gif

Takt 1: Tänzer und Tänzerin schreiten im 1.Viertel mit den äußeren Beinen aus und schwingen hierauf die inneren bei leicht vorgebeugten Knien schräg nach außen vor. In Verbindung mit diesem Vorschwingen hebt sich die Ferse des Standbeines, als Folge einer schwunghaften Entlastungsbewegung, vom Boden ab (Schwinghüpfschritt). Die gefassten Hände schwingen mäßig vor (Armschwingen).

Takt 2: Gegengleicher "Hüpfschwingschritt". Es schreiten also die inneren Beine aus, während die äußeren schräg nach innen vorschwingen. Die gefassten Hände werden rückgeschwungen.

Takt 3-4: Während der Tänzer, sich seiner Partnerin zuwendend, im 3. Takt einen Schwingschritt noch andeutet, im 4. Takt aber nur noch einen gewöhnlichen Walzerschritt auf der Stelle tritt, dreht er die Tänzerin mit seiner Rechten einmal nach rechts aus, worauf Rundtanzhaltung eingenommen wird.

Takt 5-8: Zwei Umdrehungen Rechtswalzer. Im 8. Takt muss die Rundtanzfassung gelöst werden und die wieder gefassten inneren Hände holen nach hinten zum kommenden Vorschwingen aus.

Zum Tanz

Die Tanzform des Schwedischen ist, teilweise unter anderen, mehr örtlichen Namen wie Haxenschmeißer, Hausschlüsselwalzer, Lustiger usw. in Österreich weit verbreitet. Auch im süd- und mitteldeutschen Raum ist er reichlich überliefer.

Oftmals ist der den Schwedischen kennzeichnende Hüpf-Schweingschritt, der wohl zu den Ur-Tanzbewegungen des Menschen zählt, auf alten Tanzdarstellungen, wie zum Beispiel auf dem Holzschnitt "Tanzende Bauern" von Hans Sebaldus Beham, 1535, zu sehen.

Im Namen hat sich wahrscheinlich eine Umdeutung vollzogen, denn ursprüngleich hieß er, wie aus der zusammenfassenden Darlegung von R.Zoder hervorgeht, sicherlich "Schwäbischer".

Aufzeichung von Herbert Lager 1947 nach Mitteilung von Viktor Hirzegger, volgo Schudl, Mauer, Musikant und Schilehrer in Klachau, Steiermark. Nach der Aussage dieses Gewährsmannes wurde die Fassung der inneren Hände nach dem Ausdrehen der Tänzerin in der Regel nicht gelöst. Dies tat man nur, "wenn man besonders lustig war". (Herbert Lager 1959).

Quelle

Noten

Liedtexte

CD

Grundtanz

Der Tanz gehört zu den Österreichischen Grundtänzen.

Siehe auch

Videos

Tanzkurs der Garde Bad Ischl 2.11.2007

Tanzmeister: Fritz Schodterer, Wolfgang Wallner

Harmonikaspieler: Fritz Hillbrand vulgo Toifl-Fritz (Goiserer Viergesang)

Private Aufnahme Andreas Podlaha und Barbara Konrad

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