Ilka Peter

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Tänzerin, Künstlerin und Volkskundlerin

Ein Nachruf von Herbert Zotti

Geboren wurde Ilka Peter am 23.August 1903 in Budapest, wo ihr Vater damals beruflich tätig war. Im dritten Lebensjahr kam sie nach Wien, wo sie den roßteil ihres Lebens verbrachte. Ilka Peter besuchte nach dem Realgymnasium die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, wo sie ihr Abschlussdiplom in Malerei & Graphik erhielt.

Die tänzerische Laufbahn begann sie mit modernem Ausdruckstanz, wechselte aber bald schon zur tänzerischen Pädagogik. 1928 eröffnete Ilka Peter eine Schule für Gymnastik, Tanz und Akrobatik. Für diese Fächer, wobei die Akrobatik der Pantomime wich, war sie auch 1937 – 1944 am Reinhardtseminar als Lehrerin tätig. Von 1939 bis zu ihrer Pensionierung 1969 unterrichtete sie am Konservatorium der Stadt Wien Gymnastik, künstlerischen Tanz, tänzerische Akrobatik und Volkstanz (!). Daneben hielt sie auch noch Volkstanzkurse im Rahmen der Universitätsausbildung für Turn- und Sportlehrer.

1956 wurde Ilka Peter für ihre reichhaltige wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit der Professorentitel verliehen. Neben vielen volkskundlichen und volkstänzerischen Einzelbeiträgen ist vor allem das Buch „Salzburger Tänze“ als ein absolutes Standardwerk zu nennen.

Ilka Peter hat sich auch kritisch-reflektierend mit den Möglichkeiten und Gegebenheiten der Volkstanzvermittlung beschäftigt (siehe „Volkstanz in Theorie und Praxis“). Die Volkstanzbewegung verliert mit Ilka Peter eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten.

Herbert Zotti in Der Fröhliche Kreis 1/1999

Werke (unvollständig)

  • Volkstanzmappe
  • "Tänze aus Österreich", gesammelt und beschrieben von Ilka Peter, Verlag Ludwig Doblinger, Wien 1946.
  • "Volkstanz in Theorie und Praxis" in: „Ilka Peter, Tanzbeschreibungen, Tanzforschung“ hg. vom Österreichischen Volksliedwerk im ÖBV 1983
  • "Salzburger Tänze", gesammelt und beschrieben von Ilka Peter, Notensatz von Herbert Lager, Verlag Alfred Winter, 2. Auflage 1988

Quelle