Neubayrischer

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Kurze Form, in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich bekannt. Melodie aus Wien um 1900.

Auch "Neuboarischer", "s' Deandl mitn rodn Miada", "S' Deandl mim rotn Miada", "Was braucht denn a Gscherter an Huat".

Ausgangsstellung

Paare im Flankendoppelkreis, offene Fassung.

Tanzbeschreibung

Takt 1: Mit den äußeren Beinen beginnend, ein Walzerschritt vorwärts. Die gefassten Hände schwingen mäßig vor (Armschwingen).

Zoder: Wechselschritt vor mit den inneren Füßen beginnend, Achteldrehung des Körpers voneinander.

Takt 2: Mit den inneren Beinen beginnend, ein weiterer Walzerschritt vorwärts. Die Arme schwingen mäßig zurück.

Zoder: Wechselschritt vor mit den äußeren Füßen beginnend, Achteldrehung des Körpers zueinander.

Takt 3-4: Im 1. Viertel des 3. Taktes schreiten beide mit den Außenbeinen vor und halten inne. Die Arme deuten den entsprechenden Vorschwung nur an. Mit dem 3. Viertel des gleichen Taktes und dem 1. Viertel des 4. Taktes je ein Stampfer, zuerst mit dem inneren, dann mit dem äußeren Fuß. Die Arme holen mit dem letzten Taktviertel nach hinten für das nächste Vorschwingen aus und das Körpergewicht wird auf die inneren Beine übertragen.

Takt 5-8: Sinngemäß wie Takt 1 bis 4, doch diesmal Klatschen an Stelle des Stampfens.

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Takt 9-12: Der Tänzer hebt mit seiner Rechten die Linke der Tänzerin über deren Kopf und dreht die Partnerin, im Walzerschritt weiterschreitend, schräg rechts vor sich im Sinne des Uhrzeigers vier Mal nach rechts herum. Im Takt 12 dreht der Tänzer die Tänzerin im Augenblick der Gegenüberstellung mit einem Armschwung rückwärts-abwärts aus, wodurch sie wieder an seine rechte Seite zu stehen kommt.

Takt 13-16: Wie Takt 1 bis 4, jedoch kann an Stelle des Stampfens auch geklatscht werden.

Takt 17-32 mit Wiederholung: Ländlerrundtanz.

Zum Tanz

Der Neubayrische, der aus Bayern stammt, hat sich im Anfang des 19. Jahrhunderts rasch in den österreichischen Alpentälern verbreitet und ist bis in unsere Tage an vielen Orten lebendig geblieben. Er ist vielleicht der einzige Volkstanz, dessen Überlieferung auch in Wien nie völlig abriss. (Herbert Lager 1959).

Franz Fuchs hat diese kurze Form ca. 1955 in Klosterneuburg in der Tanzschule sowie von seiner Mutter gelernt. Die Melodien hat er etwa 1958 von seinem Vater übernommen.

Quelle

CD

Noten

MP3-Datei

  • Hier ist eine MP3-Datei von Dancilla abrufbar.

Liedtexte

Auf der Seite "Was braucht denn a Gscherter an Huat" ist ein Tanzlied zu diesem Tanz angeführt.

Video

Neubayrischer aus Landsee im Burgenland

Grundtanz

Der Tanz gehört zu den Österreichischen Grundtänzen.

Siehe auch

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