Schleiertanz

Aus Dancilla Wiki
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Bei einer Hochzeit am 7. Juli 2012 im Schloss Rosenau im NÖ Waldviertel wurde von der Musik genau um Mitternacht zur Brautübergabe mit anschließendem Schleiertanz gebeten. Alle sollten mitmachen.

Brautübergabe

Die Braut wurde von der Musik nach alter Tradition dem Bräutigam übergeben, tanzte mit ihm im Kreis der übrigen Gäste einen Walzer. Damit sei sie nicht mehr Braut, sondern Frau, wurde gesagt.

Lied

Das Brautpaar stellte sich zu den übrigen Gästen, alle gaben sich im Kreis die Hände und sangen mit der Musik das Lied "Wahre Freundschaft soll nicht wanken", alle drei Strophen.

Schleiertanz

Ein großer "Schleier" (sah eher aus wie ein weißes Leintuch) wurde nun von vier Gästen hochgehalten. Das Brautpaar tanzte darunter zu Beginn Walzer.

Die Gäste, beim ersten Mal ein Paar, warfen Geld nach oben in den "Schleier" und tanzten dann mit Braut oder Bräutigam, bis der oder die nächste kam und sie ablöste. Zwischendurch wurden die Träger des Schleiers abgelöst, um ebenfalls mit den Brautläuten zu tanzen. Mit der Zeit bog sich der schwer belastete Schleier ziemlich nach unten, die Musik spielte unermüdlich weiter.

Eheliche Arbeit

Als alle ihren Obolus abgeliefert und mit den Brautleuten getanzt hatten, kam das nächste Kommando der Musik. Die Schleierträger warfen den Inhalt des Schleiers auf den Boden.

Der Braut wurde ein Besen übergeben, sie sollte das Geld zusammenkehren, der Bräutigam sollte es in einen Kübel einsammeln.

Nach kurzer Zeit spielte die Musik eine rasche Polka, die Muntipolka. Während sich das junge Paar bemühte, schnell fertig zu werden, tanzte immer wieder ein Paar durch, warf den Kübel mit dem bereits gesammelten Geld um, rutschte auf dem Hartgeld absichtlich aus, denn "hier ist es so rutschig", oder störte die Arbeit des Geldeinsammelns sonst irgendwie.

Erst, als die Polka mit mehreren Wiederholungen fertig war, durften die Brautleute das Geld fertig einsammeln und natürlich behalten.

Abschluss

Nun folgten einige Partytänze und gemeinsame Tänze aller Anwesenden.

Quellen