Fürizwänger: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Österreichische Volkstänze]], Erster Teil, Raimund Zoder, Österreichischer Bundesverlag, 1945
 
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* [[Spinnradl, unser Tanzbuch]], dritte Folge (Arnreit und Altenberg im Mühlviertel, 1924)
 
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* Hermann Derschmidt: Unser Tanzbuch. Tänze aus Oberösterreich. Landwirtschaftskammer für Oberösterreich, Linz 1956, S. [63].
 
* Hermann Derschmidt: Unser Tanzbuch. Tänze aus Oberösterreich. Landwirtschaftskammer für Oberösterreich, Linz 1956, S. [63].
 
* Richard Bammer: Niederösterreichische Volkstänze, Arbeitsbehelf. Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz, Wien o.J., S. 17.
 
* Richard Bammer: Niederösterreichische Volkstänze, Arbeitsbehelf. Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz, Wien o.J., S. 17.

Version vom 11. Dezember 2014, 16:43 Uhr

Fürizwänger-Tanz aus dem Ötschergebiet, Viertwängerisch aus Oberösterreich

Ausgangsstellung

Rundtanz paarweise mit Fürizwängerfassung
Taenzer60.gif

Fürizwängerschritt

Takt 1: Auf das 1. Viertel setzt der Tänzer den rechten Fuß rückwärts und dreht ihn dabei um eine Vierteldrehung nach rechts. Auf das 3. Viertel setzt er den linken Fuß neben den rechten. Der Körper hat nun eine Vierteldrehung vollendet.

Takt 2: Auf das 1. Viertel den rechten Fuß zu einer weiteren Vierteldrehung im rechten Winkel nach rechts vorstellen. Auf das 3. Viertel den linken Fuß neben den rechten setzen, usw.

Die Tänzerin führt dieselben Schritte wie der Tänzer aus, nur beginnt sie mit dem rechten Fuß vorwärts. Die rechten Füße der Tanzenden stehen immer mit den Außenseiten nebeneinander.

Hermann Derschmidt beschreibt den Tanz aus dem Mühlviertel mit Beginn des Tänzers mit dem rechten Fuß vorwärts, alles andere ändert sich entsprechend.

Auch bei den Waldviertler Landlern beginnt der Tänzer mit dem rechten Fuß vorwärts.

1. Teil

Takt 1-16: Das Tanzpaar tanzt nach dem oben beschriebenen Schritt im Uhrzeigersinn im Kreis. Am Ende der Melodie (15.-16. Takt) löst der Tänzer die Fassung der rechten Hand und dreht die Tänzerin unter seiner erhobenen Linken einmal im Uhrzeigersinn aus. Es wird wieder Fürizwängerfassung eingenommen.

2. Teil

Takt 17-32: Die Tanzenden setzen den linken Fuß immer auf das 1. Viertel rückwärts und ziehen den rechten Fuß auf das 3. Viertel nach und bewegen sich so um die gemeinsame Achse gegen den Uhrzeigersinn herum.

Am Ende der Melodie (31.-32. Takt) löst der Tänzer die Fassung der rechten Hand und dreht die Tänzerin unter seiner erhobenen Linken einmal im Uhrzeigersinn aus. Es wird wieder Fürizwängerfassung eingenommen.

Quellen

  • Blätter für Volkstanzgruppen. Beiblatt der Zeitschrift „Das deutsche Volkslied“ 2. 1932, 16-20.
  • Österreichische Volkstänze, Erster Teil, Raimund Zoder, Österreichischer Bundesverlag, 1945
  • Spinnradl, unser Tanzbuch, dritte Folge (Arnreit und Altenberg im Mühlviertel, 1924)
  • Tänze aus Oberösterreich (Buch)
  • Hermann Derschmidt: Unser Tanzbuch. Tänze aus Oberösterreich. Landwirtschaftskammer für Oberösterreich, Linz 1956, S. [63].
  • Richard Bammer: Niederösterreichische Volkstänze, Arbeitsbehelf. Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz, Wien o.J., S. 17.
  • Karl Magnus Klier: Zum deutschen Volkstanz. In: Sudetendeutsche Zeitschrift für Volkskunde 3.1930, S. 256-259.
  • "Steirisch Tanzen", Volkstanzmappe Fritz Frank, Arge Volkstanz Steiermark 2008
  • Ludwig Berghold u. Walter Deutsch: Volkstänze aus Niederösterreich, Bd. 1. Landesverband der Trachten- und Heimatvereine für Niederösterreich, Mödling 1975, S. 56-57, S. 99.
  • Tanzbeschreibungen zur CD-Reihe "taktvoll", Volkstänze aus Niederösterreich, erstellt von Franz Huber und Helene Oberradter, Volkskultur Niederösterreich.
  • Übertragen von Volksmusik und Volkstanz im Alpenland
  • Siehe auch Tanzbeschreibung auf Volkstanzkreis Freising

Zur Melodie-Aufzeichnung

Der Gschlööfte wurde 1925 von Prof. August Schmitt in Schruns aufgezeichnet und zur Melodie "I bitt, Herr Hauptmann" getanzt. Diese Melodie wurde damals schon zum Fürizwänger verwendet. Da dies auch keine alemannische Melodie ist, wählte Prof. Schmitt aus seiner Sammlung einen Walzer aus Runkelin bei Bludenz ("Walzer Damen") als Kennmelodie für diesen Tanz. Erstmals veröffentlicht wurde der Gschlööfte mit der Walzer-Damen-Melodie lang vor dem 2. Weltkrieg von Raimund Zoder im Heft "Altösterreichische Volkstänze, zweiter Teil".

Die Walzer-Damen-Melodie gelangte dann irgendwie nach Kärnten und in die Steiermark und wurde dort für den Familienwalzer verwendet, der in der Steiermark Rosenwalzer genannt wird.

Dann gelangte die Walzer-Damen-Melodie mit dem Namen Rosenwalzer ins Niederösterreichische Waldviertel und bekam dort neue Tanzfiguren, und zwar wurde ein aus Kärnten stammender Marschierboarischer zu dieser Melodie adaptiert und später in zwei Variationen als Rosenwalzer überliefert.

Noten

CD

Liedtexte

Siehe auch

  • Waugln: im Niederösterreichischen Waldviertel wird bei vielen Landlern ein ähnlicher Schritt getanzt, genannt Waugln.