Karl Horak

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Sammeln und Bewahren

Ausgewählte Arbeiten von Karl und Grete Horak bearbeitet von Wolfi Scheck und Ernst Schusser

Vorwort

Frau Grete und Prof. Karl Horak feiern in diesem Jahre 1988 ihren achzigsten Geburtstag - das ist ein Jubiläum, das eine Rückschau auf die mühevolle Arbeit und die reichen Erträge eines Lebens ermöglicht, das ganz dem Sammeln des volksmusikalischen Erbes und dem Bewahren dieses Gutes für die Zukunft gewidmet ist Der Bezirk Oberbayern nimmt dieses Jubiläum als Anlaß, eine Anzahl von Arbeiten dieses Volksmusikforscher-Ehepaars zu veröffentlichen oder neu zugänglich zu machen und so seinen Dank im Namen der oberbayerischen Volksmusikanten auszudrücken. Die vorliegenden Arbeiten betreffen alle wichtigen Gebiete der Volksmusik - das Volkslied, die Instrumentalmusik, den Volkstanz, sie ziehen auch Verbindungslinien zum Brauchtum, zum Volksschauspiel und zur Volksdichtung. Dabei fußen sie im wesentlichen auf dem wissenschaftlichen Prinzip der Feldforschung, das verhindert, daß man sich nur dem besonders Interessanten und Auffälligen zuwendet und darüber das Normale und Alltägliche übersieht.

Neben dieser sachlichen Vollständigkeit der Arbeiten von Grete und Karl Horak gibt es auch noch eine regionale: Das österreichische Forschungspaar hat eine Reihe von Untersuchungen zur Volksmusik in Oberbayern vorgelegt und sich mit allen wesentlichen Einflüssen beschäftigt, die aus Salzburg, aus Oberösterreich, aus Niederbayern und der Oberpfalz, aus Franken, Schwaben und Tirol darauf einwirken. Die kulturelle Eigenart der nach 1945 hinzugekommenen deutschstämmigen Rückwanderer, Aussiedler und Vertriebenen aus Ost-, Südost- und Mitteleuropa läßt Arbeiten aus diesen Gebieten auch für ihre neue Heimat Oberbayern wichtig erscheinen.

Grete und Karl Horak haben sich in ihrer Tätigkeit immer um ein vernünftiges Zusammenwirken von Forschung und Pflege bemüht. Was anderwärts gelegentlich heftige Auseinandersetzungen provozierte, sehen sie als die beiden Seiten der selben Medaille: Pflege ohne die Ergebnisse der Forschung würde der Grundlage entbehren, Forschung ohne Pflege hätte keine Zukunft! So lag es nahe, die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit für die Praxis der Pflege zu nutzen und wir dürfen mit Freude registrieren, dass so vieles von dem, was dieses Paar in langen Jahren gesammelt und aufgearbeitet hat, nun wieder am Leben ist, uns Freude bereitet und Kraft gibt.

Der Bezirk Oberbayern hat vor einiger Zeit dieses Lebenswerk zweier bedeutender Wissenschaftler, die "Sammlung Horak" erworben und als wichtigen Bestandteil in sein Volksmusikarchiv eingereit; er wird sich bemühen, die begonnene Arbeit sinnvoll weiterzuführen. Dazu gehört selbstverständlich das Angebot der guten Zusammenarbeit an alle Interessierten über Bezirks-, Landes-, und Staatsgrenzen hinweg - schließlich haben auch die Lieder, Stücke und Tänze niemals davor haltgemacht.

Für das weite Feld der noch in Arbeit befindlichen oder geplanten Forschungsvorhaben zum Kinderlied und -spiel, zu einer Typologie des Volkstanzes und über die Zillertaler Musikanten wünsche ich dem Ehepaar Grete und Karl Horak viel Erfolg und Schaffenskraft, viel Glück und die notwendige Gesundheit! München, im Juni 1988, Hermann Schuster, Präsident des Bezirkstags von Oberbayern

Inhalt

  • Einführung
  • Daten aus dem Leben und Arbeiten von Karl und Grete Horak
  • Feldforschungen von Karl und Grete Horak
  • Otto Holzapfel, Freiburg: Zu den Veröffentlichungen von Grete und Karl Horak (http://www.volksmusik-archiv.de/vma/files/bild/qsv/qsv_07_sammeln_und_16.jpg S. 16 anschauen)
  • Verzeichnis der Schriften von Karl und Grete Horak
  • Ausgewählte Referate und Aufsätze von Karl und Grete Horak in chronologischer Reihung
  • Erste Veröffentlichungen eigener Aufzeichnungen (Das deutsche Volkslied, 29. Jg., Wien 1927, S. 112 und S. 130; 30. Jg., Wien 1928, S. 124) (S. 41 anschauen)
  • Der Volkstanz in der Kremnitz-Probener Sprachinsel (Sudetendeutsche Zeitschrift für Volkskunde, 6. Jg., Prag 1933, S. 92-100)
  • Landler und Masollka (Das deutsche Volkslied, 38. Jg., Wien 1936, S. 145-152)
  • Vive la Compagnia!(Das deutsche Volkslied, 40. Jg., Wien 1938, S. 23-29)
  • Volkslieder aus Kremnitz (Bayerisch-Südostdeutsche Hefte für Volkskunde, 15. Jg., München und Wien 1942, Heft 2/3, S. 11-13)
  • Pitschile-Singen (Der Schlern, 21. Jg. Bozen 1947, S. 334-336)
  • Das Sautreiben (Der Schlern, 23. Jg., Bozen 1949, S. 181-184)
  • Balladen aus Tirol (Jahrbuch des österreichischen Volksliedwerkes, Bd. 2, Wien 1953, S. 59-73)
  • Die Schwegelpfeife in Südtirol (Der Schlern, 31. Jg., Bozen 1957, S. 376-370)
  • Christkindllied aus Hásságy (Jahrbuch für Volkskunde der Heimatvertriebenen, Bd. 4, Freilassing und Salzburg 1958, S. 110-121)
  • Singtänze aus Mittelpolen (Jahrbuch für Volkskunde der Heimatvertriebenen, Bd. 6, Freilassing und Salzburg 1961, S. 62-97)
  • Instrumentale Musik (Österreichische Musikzeitschrift, 21. Jg., Wien 1966, S. 445-454)
  • Lied und Musik in Altbayern (Sänger und Musikantenzeitschrift, 11. Jg., München 1968, S. 51)
  • Der Tanz im Hochzeitsbrauchtum (Die Kärntner Landsmannschaft, Klagenfurt 1969, Heft 10, S. 15-17)
  • Vierpaartänze (Volkstanz 1971, S. 44-45)
  • Sir Roger (Mannus - Deutsche Zeitschrift für Vor- und Frühgeschichte, 43. Jg., Mückeswagen 1977, S. 84-88)
  • Meine Feldforschungen zum bayerischen Volkstanz (Volksmusikforschung und -pflege in Bayern, Bericht zum 1. Seminar in Hersching 1978, München 1980, S. 75-76) (S. 175 anschauen)
  • Eine Musikantenhandschrift aus Pappenheim und meine grundsätzlichen Erfahrungen mit bäuerlichen Handschriften (Volksmusikforschung und -pflege in Bayern, Bericht zum 2. Seminar in Pappenheim 1979, München 1979, S. 39-47)
  • Lied und Musik im Volksschaupiel in Salzburg (Sänger- und Musikantenzeitung, 23. Jg., München 1980, S. 367-381)
  • Die Zwiefachen in der Oberpfalz (bisher ungedrucktes Referat beim 4. Seminar Volksmusikforschung und -pflege in Bayern in Windisch- Eschenbach 1981)
  • Zur Pflege der Volksmusik (Festschrift zum 50. Jahrtag des 3. Bayerischen Preissingens in Traunstein 1931, Traunstein 1981, S. 60-61)
  • Aus alten Protokollen (Sänger- und Musikantenzeitung, 25. Jg., München 1982, S. 169-173)
  • Die Volksmusik in Oberösterreich und im Böhmerwald und ihre Beziehung zu Niederbayern (bisher ungedrucktes Referat beim 6. Seminar für Volksmusikforschung und -pflege in Bayern in Schweiklberg 1983)
  • Tanz im Brauchtum (Salzburger Heimatpflege, 7. Jg., Salzburg 1983, Heft 1, S. 67-76)
  • Der Volkstanz in Bayerisch-Schwaben (Volksmusik in Bayern, 1. Jg., München 1984, S. 17-21, 27-29)
  • Probleme der Volkstanzforschung (I) (Festschrift für Ernst Klusen, Bonn 1984, S. 253-262)
  • Probleme der Volkstanzforschung (II) (Jürgen Dittmar (Hg.): Dokumentationsprobleme heutiger Volksmusikforschung. Protokoll der Arbeitstagung der Kommission für Lied-, Tanz- und Musikforschung in der deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. Freiburg 1984, S. 139-149)
  • Das Raffele in Tirol (Sänger- und Musikantenzeitung, 28. Jg., München 1985, S. 317 - 322)
  • Tänze aus Henndorf (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Bd. 125, Salzburg 1985, S. 837-843)
  • Tiroler Kinderreime im Vergleich mit oberbayerischen Sammlungen (Referat in der Musikhochschule München 1986)
  • Heimattänze (Der fröhliche Kreis, Vierteljahresschrift Volkstanz Heimatpflege, Heft 4, 37. Jg., 1987, S. 192-205

Quelle

Eine Veröffentlichung des Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern

Quellen und Schriften zur Volksmusik. Band 7

Umschlaggestaltung: Paul Ernst Rattelmüller, Bezirksheimatpfleger

Satz: Christian Hunger

Herstellung: Druckhaus Oberammergau GmbH

Lektorat: Maria Hildebrandt

Redaktion: Ernst und Margit Schusser

in Zusammenarbeit mit dem Bezirksvolksmusikpfleger Wolfi Scheck

München 1988.

Inhalt: Nachdruck von Aufsätzen, Texte, Lieder, Instrumentalnoten, Tänze, Abbildungen,

Umfang: 324 Seiten, Format ca. 17 x 20 cm.

Selbstkostenpreis: 10,50 €

Bestellnummer: QSV-07

Kurztitel: Sammeln Horak

Aus

www.volksmusikarchiv.de