Spazierdeutscher

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Ausgangsstellung

Paartanz im Kreis, Einhandfassung.

Tanzbeschreibung

Teil I

Die Paare gehen mit gefassten inneren Händen im Kreis.

Teil

Tänzer und Tänzerin walzen in bäuerlicher Rundtanzfassung ohne Schleifen (Dreitritt).

Zum Tanz

Mitgeteilt vom Musiker Thomas Drolle in Latschach am Faakersee (1932), Kärnten, der über den Tanz folgendes bemerkte: "Spazierdeutsche werden bei Hochzeiten als Anfangstanz gespielt. Früher darf niemand tanzen, bis nicht der Kranzeljungfernführer mit der Braut diesen Tanz ausführt. Erst dann dürfen die anderen Hochzeitsgäste tanzen, wenn dieser Tanz zu Ende ist. Dieser Tanz ist in Kärnten sehr üblich und wird bei jeder Hochzeit gespielt. Er ist bestimmt 200 Jahre alt."

Die Verbindung von paarweisem Gehen und darauffolgendem Rundtanz findet sich schon in den im 16. Jahrhundert gebräuchlichen Tänzen (Tanzpaar = Vortanz + Nachtanz; Beispiele in F. M. Böhme, Geschichte des Tanzes 1886, II, Nr. 45, 48, 49, 66, 69, 75) und hat sich in verschiedenen Varianten bis heute erhalten.

Quellen

  • Kärntner Volkstänze, herausgeg. vom Bundesstaatlichen Volksbildungsreferenten für Kärnten (Klagenfurt 1949), Nr 12.
  • Wehrhan, Lippische Singtänze in Koepp, Deutsche Liederkunde, 1939, S. 205.

Noten