Gstanzln: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dancilla Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
(16 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 15: Zeile 15:
  
 
Auf [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik handgemacht] sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im '''Dreivierteltakt''':
 
Auf [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik handgemacht] sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im '''Dreivierteltakt''':
 +
 +
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dateiflunddatod.htm Da Teifl und da Tod]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dersteirischebrauch.htm Der steirische Brauch]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dersteirischebrauch.htm Der steirische Brauch]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/estamtamgstanzln.htm Es-tam-tam-Gstanzln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/estamtamgstanzln.htm Es-tam-tam-Gstanzln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/fensterstockhias.htm Fensterstockhias] (Gstanzlmelodie aus Franken)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/fensterstockhias.htm Fensterstockhias] (Gstanzlmelodie aus Franken)
 +
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heutisderkiritag.htm Heut is der Kiritag]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/i_bin_da_bauer.htm I bin da Bauer, sagt a]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/i_bin_da_bauer.htm I bin da Bauer, sagt a]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/ibindaturlhofer.htm I bin da Turlhofer]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/ibindaturlhofer.htm I bin da Turlhofer]
Zeile 24: Zeile 27:
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer] ([https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer] ([https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
 +
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/vomgamsbockdiekrickal.htm Vom Gamsbock die Krickaln]
 +
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannizumtanzngeh.htm Wann i zum Tanzn geh]
 +
 
Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
 +
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannisgeh.htm Wann i's geh, geh i's schnöll]
  
 
einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
 
einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
 
*[[Aberseer Landler]]
 
*[[Aberseer Landler]]
 +
*[[Ausseer Landler]]
 
*[[Ausseer Steirischer]]
 
*[[Ausseer Steirischer]]
 
*[[Die Drei Schleunigen]]
 
*[[Die Drei Schleunigen]]
Zeile 52: Zeile 60:
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
 +
 
Flugblätter mit Gstanzln
 
Flugblätter mit Gstanzln
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/wienergstanzl1.jpg Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild)]  
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/wienergstanzl1.jpg Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild)]  
Zeile 59: Zeile 68:
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/ZsammzogeneoriginalboarischeSchnadahuepferl.jpg Zsammzogene original boarische Schnadahüpfl]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/ZsammzogeneoriginalboarischeSchnadahuepferl.jpg Zsammzogene original boarische Schnadahüpfl]
 
und etliche weitere Gstanzllieder auf "[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter.htm Flugblätter]"
 
und etliche weitere Gstanzllieder auf "[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter.htm Flugblätter]"
 +
 
*[[Landlergstanzln|Vierzeiler für Landler-Tänze]]
 
*[[Landlergstanzln|Vierzeiler für Landler-Tänze]]
 
*[[Waldviertler Landlergstanzln]]
 
*[[Waldviertler Landlergstanzln]]
Zeile 66: Zeile 76:
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
  
weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
+
weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
  
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
  
=== Bayerischer Hias, 15. 1. 2017 ===
+
=== FF, 4. 8. 2018 ===
 +
 
 +
  °  In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
 +
      drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 +
  °  Wann da summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
 +
      wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
 +
  °  Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
 +
      und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
 +
  °  Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
 +
      und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
 +
  °  Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
 +
      drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 +
  °  Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
 +
      Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
 +
 
 +
=== Fred, 7. 7. 2018 ===
 +
 
 +
  °  Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
 +
      Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
 +
  °  Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
 +
      Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
 +
  °  Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
 +
      und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
 +
  °  Huck di da zuacha a bissl bessa,
 +
      aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
 +
  °  Graft hab i ah mit an Kapuzina,
 +
      hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
 +
  °  Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
 +
      und du bist a Hex und a so geht da Text.
  
  °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
+
=== FF, 18. 6. 2018 ===
      weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
 
  °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
 
      wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 
  °  I hab mei Schwiegamuatte zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
 
      des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 
  °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
 
      mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 
  °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
 
      de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 
  °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
 
      s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 
  °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
 
      weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 
  °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
 
      zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 
  °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
 
      und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
 
  
=== Robert, 14. 1. 2017 ===
+
  °  Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
 +
      ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
 +
  °  S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
 +
      hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
 +
  °  Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
 +
      weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
 +
  °  Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
 +
      die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
 +
  °  Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
 +
      hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
 +
  °  Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
 +
      die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
 +
  °  Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
 +
      Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
  
   °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
+
=== Herbert, 23. 4. 2018 ===
       dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
+
 
   °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
+
   °  Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
       hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
+
       geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
   °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
+
   °  Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
       dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
+
       führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
  °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
+
   °  Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
      hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
+
       zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
   °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
+
   °  Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
       wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
+
       er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
  
=== FF, 11. 12. 2016 ===
+
== ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
  
  °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
+
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
      hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 
  °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
 
      san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 
  °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
 
      meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 
  °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
 
      die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 
  °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
 
      da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 
  °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
 
      weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
 
  °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
 
      weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 
  
=== Egon, 11. 11. 2016 ===
+
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
  
  °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
+
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
      dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 
  °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
 
      da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 
  °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
 
      den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 
  °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
 
      sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 
  °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
 
      nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 
  °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
 
      geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 
  
=== Waldhof, 29. 10. 2016 ===
+
  °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
 +
      das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 +
  °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
 +
      geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 +
  °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
 +
      Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 +
  °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
 +
      zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 +
  °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
 +
      weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
  
  °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
+
=== Einleitung ===
      des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
 
  
=== Edgar, 5. 10. 2016 ===
+
  °  Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
 
+
      und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
+
  °  Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
+
      fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 
+
  °  Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
=== Franz, 8. 9. 2016 ===
+
      du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 
+
   °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
+
      wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
+
  °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
+
      I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
+
  °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
+
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
+
  °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
+
      san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
+
  °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
+
      meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
+
  °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
+
      die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
+
  °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
+
      da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
+
   °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
 
+
       weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
== ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
+
  °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
 
+
      weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
+
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
 
+
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
+
  °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
 
+
      aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
+
  °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
 +
      drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 +
  °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
 +
      dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 +
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
 +
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 +
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
 +
      dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 +
  °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
 +
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 +
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
 +
      und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 +
  °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
 +
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
 +
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
 +
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 +
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
 +
      Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 +
  °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
 +
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 +
  °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
 +
      i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 +
  °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
 +
      und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 +
  °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
 +
      åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 +
  °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
 +
      i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 +
  °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
 +
      Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
  
  °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
+
=== Alte Zeiten ===
      das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
+
 
   °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
+
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
       geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
+
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
   °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
+
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
       Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
+
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
   °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
+
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
       zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
+
       wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
   °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
+
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
       weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
+
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 
+
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
=== Einleitung ===
+
       Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 
+
   °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
+
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
+
   °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
   °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
+
       dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
       aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
+
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
   °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
+
       wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
       drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
+
   °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
   °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
+
       bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
       dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
+
   °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
+
       wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
+
   °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
+
       aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
       dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
+
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
   °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
+
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
+
  °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
+
      in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
       und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
+
 
   °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
+
=== Historisches ===
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
+
 
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
+
   °  Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
+
       und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
+
Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
+
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
+
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
+
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
   °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
+
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
       i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
+
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
+
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
       und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
+
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
   °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
+
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
+
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
   °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
      i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
+
      es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
+
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
      Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
+
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 +
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 +
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 +
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
 +
      gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
 +
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
 +
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
 +
      Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
 +
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
  
=== Alte Zeiten ===
+
=== Modern ===
  
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
+
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
+
      dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
+
  °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
+
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
+
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
      wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
+
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
+
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
+
      der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
+
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
       Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
+
       mir unt in meine Socken fließt
   °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
+
  °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
+
      Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
   °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
       dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
+
      und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
+
  °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
       wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
+
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
   °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
       bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
+
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
   °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
+
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
       wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
+
       des muas woi sei a Krokodü
   °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
+
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
       aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
+
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
+
   °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
+
      Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
   °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
+
  °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
       in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
+
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 +
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
      Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
       Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 +
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
 +
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 +
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
 +
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 +
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 +
      auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 +
  °  An Automobui bleibt an Automobui,
 +
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
  
=== Historisches ===
+
=== Jahreszeiten ===
  
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
+
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
+
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
+
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
+
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
+
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
+
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
  °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
+
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
      Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
+
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
+
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
      es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 
      mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
 
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
 
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
 
  °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
 
      Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
 
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
 
  
=== Modern ===
+
=== Bergerl ===
  
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
       dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
+
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
   °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
+
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
+
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
+
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
  °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
      der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
+
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
+
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
       mir unt in meine Socken fließt
+
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
   °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
+
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
       Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
+
       Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
+
   °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
       und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
+
       Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
   °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
+
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
+
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
+
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
+
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
+
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
       des muas woi sei a Krokodü
+
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
+
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
+
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
   °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
+
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
       Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
+
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
   °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
+
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
+
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
       Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
+
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
       Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
+
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
+
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
+
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
+
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
+
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 
       auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 
  °  An Automobui bleibt an Automobui,
 
      ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
 
  
=== Jahreszeiten ===
+
=== Hochzeit ===
  
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
+
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
+
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
+
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
+
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
+
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
+
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
+
  °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
+
      hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
+
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 +
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
 +
      und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 +
  °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
 +
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 +
  °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
 +
      an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
  
=== Bergerl ===
+
=== Ehe ===
  
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
+
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
+
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
+
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
      und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
+
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
  °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
+
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.
+
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
  °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
+
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
      da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
+
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
+
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
+
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
+
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
      Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
+
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
  °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
+
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
      Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
+
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
  °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
+
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
+
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
+
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
+
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
+
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
      do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
+
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
  °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
 
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
 
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
 
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
 
  °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
 
      da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
 
      do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.
 
  °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
 
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
 
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
 
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
 
  
=== Hochzeit ===
+
=== Familie ===
  
 +
  °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
 +
      furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 +
  °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
 +
      mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 +
  °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
 +
      Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
 +
  °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
 +
      jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
 +
  °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
 +
      mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
 +
  °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
 +
      mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
 +
  °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
 +
      er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
 +
  °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
 +
      i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....
 +
  °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
 +
      der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
 +
  °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
 +
      die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.
 +
  °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
 +
      hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
 +
  °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
 +
      obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
 +
  °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
 +
      Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
 +
  °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
 +
      habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
  
  °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
+
=== Mein Vater ===
      beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.
 
  °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
 
      und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
 
  °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
 
      a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
 
  °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
 
      hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
 
  °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
 
      da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 
  °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
 
      und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 
  °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
 
      iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 
  °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
 
      an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
 
 
 
=== Ehe ===
 
  
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
+
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
+
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
+
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
+
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
+
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
+
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
+
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
+
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
+
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
+
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
+
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
+
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
+
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
+
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
+
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
+
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
+
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 
+
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
=== Familie ===
+
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 
+
   °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
+
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
+
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
+
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
+
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
  °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
+
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
      mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
+
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
+
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
+
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
+
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
+
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
+
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....  
+
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
+
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
+
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
+
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
+
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
+
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
+
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
+
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
+
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
+
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
+
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
+
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
+
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
 
+
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
=== Mein Vater ===
+
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
 
+
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
+
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
+
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
+
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
+
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
+
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
+
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
+
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
+
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
+
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
+
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
+
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
+
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
+
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
+
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
+
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
+
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
+
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
+
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
+
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
+
       er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
+
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
      wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
+
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
  °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
+
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
+
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
+
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
+
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
+
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
+
      i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
+
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
+
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
+
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
+
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
+
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
+
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
+
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
+
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
+
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
      Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
+
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
+
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
+
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
+
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
+
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
+
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
+
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
+
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
+
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
+
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
+
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
+
   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
+
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
+
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
+
       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
+
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
+
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
+
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
+
       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
+
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
+
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
+
 
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
+
=== Schwiegermutter ===
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
+
 
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
+
   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
+
       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
+
   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
+
      wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
+
   °  I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
+
       des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
+
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
+
       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
       er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
+
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
+
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
      i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
+
  °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
+
      s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
+
   °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
+
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
+
   °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
+
       zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
+
   °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
+
       und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
+
 
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
+
=== Berufe ===
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
+
 
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
+
  °  Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
+
       bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
  °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
+
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
+
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
+
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
+
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
+
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
+
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
+
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
+
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
+
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
+
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
+
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
+
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
+
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
+
      ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
+
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
      mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
+
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
+
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
+
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
+
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
+
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
+
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
+
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 
+
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
=== Berufe ===
+
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
 
+
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
+
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
+
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
+
       I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
+
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
+
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
+
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
+
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
+
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
+
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
+
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
+
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
+
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
+
      da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
+
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
+
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
+
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
+
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
      I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
+
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
+
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
+
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
+
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
+
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
+
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
+
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
+
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
+
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
+
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
+
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
+
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
+
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
+
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
+
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
+
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
+
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
+
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
+
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
+
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
+
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
+
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
+
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
+
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
+
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
+
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
+
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
+
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
+
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
+
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
+
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
+
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
+
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
+
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
+
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
+
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
+
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
+
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
+
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
+
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
+
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
+
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
+
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
+
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
+
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
+
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
+
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
+
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
+
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
+
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
+
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
+
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
+
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
+
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
+
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
+
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
+
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
+
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
+
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
+
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
+
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
+
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
+
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
+
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
+
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
+
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
+
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
+
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
+
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
+
 
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
+
=== Musikanten ===
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
+
 
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
+
   °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
+
       Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
+
   °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
+
       am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
+
   °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
+
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
+
   °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
+
       a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
+
   °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
+
       Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,
+
  °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
+
      i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 
+
  °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
=== Musikanten ===
+
      wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 +
  °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
 +
      lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
 +
  °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
 +
      Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
 +
  °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
 +
      san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
 +
  °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
 +
      hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
 +
  °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
 +
      Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
 +
  °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
 +
      nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
 +
  °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
 +
      da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
 +
  °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
 +
      eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
 +
  °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
 +
      wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
 +
  °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
 +
      gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
 +
  °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
 +
      und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
 +
  °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
 +
      und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 +
  °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
 +
      die wickln si gar a so ume um an.
 +
  °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
 +
      i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 +
  °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
 +
      sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 +
  °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
 +
      Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 +
  °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
 +
      Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 +
  °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
 +
      tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 +
  °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
 +
      da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 +
  °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
 +
      blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 +
  °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
 +
      drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 +
  °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
 +
      schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 +
  °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
 +
      Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 +
  °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
 +
      kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
 +
Zur Chorleiterin
 +
  °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
 +
      egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 +
  °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
 +
      wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 +
  °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
 +
      denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
 +
 
 +
=== Pfarrer ===
  
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
+
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
+
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
+
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
+
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
+
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
+
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
   °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
+
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
       hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
+
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
+
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
+
      die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
  °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
+
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
+
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
+
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
+
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
+
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
+
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
   °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
+
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
       wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
+
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
  °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
+
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
      gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
+
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
+
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
+
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
+
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
+
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
+
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
       die wickln si gar a so ume um an.
+
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
+
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
+
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
+
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
       sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
+
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
   °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
+
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
+
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
+
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
+
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
+
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
+
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
+
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
+
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
+
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
+
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
+
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
+
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
   °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
+
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
       Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
+
      und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
   °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
+
  °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
       kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
+
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
Zur Chorleiterin
+
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
+
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
+
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
+
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
+
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
+
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
       denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
+
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
 +
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
  
=== Pfarrer ===
+
=== Jäger ===
  
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
+
   °  Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
+
       Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
+
   °  Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
+
      und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
+
  °  Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
+
      und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
+
  °  Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
+
       is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
+
   °  Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
       die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
+
       Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.
°   Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
+
 
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
+
=== Geld ===
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
+
 
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
+
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
+
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
+
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
+
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
+
  °   Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
+
       damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
+
  °   Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
+
       und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
+
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
+
      scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
+
  °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
+
       wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
+
   °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
+
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
+
 
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
+
=== Trinken, Essen ===
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
+
 
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
+
  °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
+
      zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
+
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
+
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
+
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
+
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
+
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
+
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
+
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
+
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
+
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
+
       drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
+
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
+
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
+
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
+
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
+
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
+
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
+
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
+
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
+
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
+
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
+
   °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
      do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
+
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
 
+
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
=== Geld ===
+
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
 
+
   °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
+
       z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
+
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
+
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
+
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
   °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
+
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
       damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
+
   °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
   °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
+
       aft werdns schen saftig und brennan net an.
       und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
+
   °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
+
       und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
+
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
   °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
+
      jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
       wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
+
  °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
   °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
+
      de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
+
  °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
 +
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 +
   °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
 +
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 +
   °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
 +
       hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 +
   °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
 +
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 +
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
 +
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 +
  °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
 +
      Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
 +
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
 +
      geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 +
  °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
 +
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 +
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
 +
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 +
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
 +
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
  
=== Trinken, Essen ===
+
=== Spaß ===
  
  °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
+
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
      zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
+
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
  °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
+
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
      und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
+
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
  °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
+
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
      aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
+
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
  °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
+
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
      bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
+
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
  °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
+
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
      und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
+
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
  °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
+
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
      des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
+
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
  °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
+
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
      drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
+
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
  °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
+
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
      wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
+
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
  °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
+
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
      die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
+
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
  °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
+
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
      und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
+
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
  °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
+
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
      dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
+
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
  °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
+
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
      ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
+
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
  °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
+
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
      derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
+
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
  °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
+
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
      Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
+
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
  °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
+
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
      z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
+
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
  °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
+
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
      wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
+
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
  °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
+
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
      da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
+
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
  °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
+
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
      aft werdns schen saftig und brennan net an.
+
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
  °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
+
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
      und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
+
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
  °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
+
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
      jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
+
       der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
  °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
+
 
      de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
+
=== Spott Burschen ===
  °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
+
 
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
+
  °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
  °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
+
      dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
      Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
+
  °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
  °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
+
      da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
      hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
  °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
+
      den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
      Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
+
  °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
  °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
+
      sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
      schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
+
  °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
  °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
+
      nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
      Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
+
  °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
  °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
+
      geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
      du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
+
  °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
  °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
+
      und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
      geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
+
  °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
  °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
+
      dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
      morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
+
  °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
  °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
+
      und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
      der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
+
      is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
 
+
      des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
=== Spaß ===
+
  °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
 
+
      hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
+
  °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
+
      Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
+
  °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
+
      Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
+
  °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
+
      dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
+
  °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
+
      und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
+
  °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
+
      dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
+
  °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
+
      i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
+
  °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
+
      die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
+
  °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
+
      i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
  °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
+
      zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
  °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
+
      sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
+
      dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
+
      und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
+
  °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
+
      Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
+
  °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
+
      i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
+
  °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
+
      er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
+
  °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
+
      in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
+
  °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
+
      daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
+
  °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
+
      beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
+
  °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
+
      Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
+
  °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
       der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
+
      hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 +
  °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
 +
      sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 +
  °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
 +
      Eh eh eh eh mei san mir sche.
 +
  °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
 +
      und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 +
  °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
 +
      doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 +
  °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
 +
      und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 +
  °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
 +
      die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 +
  °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
 +
      hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 +
  °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
 +
      da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 +
  °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
 +
      denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 +
  °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
 +
      da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 +
  °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
 +
      da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
  
=== Spott Burschen ===
+
=== Spott Mädchen ===
  
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
+
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
+
       kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
+
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
       dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
+
       hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
+
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
+
      weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
+
  °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
+
      wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
+
  °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
+
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
+
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
+
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
+
  °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
+
      habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
+
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
+
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
+
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
+
       die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
+
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
+
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
+
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
+
      und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
+
  °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
+
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
+
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
+
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
+
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
+
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
+
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
+
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
   °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
+
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
+
      jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
+
  °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
+
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
+
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
       und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
+
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
+
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
       Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
+
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
+
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
+
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
+
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
+
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
+
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
+
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
+
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
+
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
+
      da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
   °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
+
  °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
       Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
+
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
+
  °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
       hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
+
      dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
   °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
+
  °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
       sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
+
      Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
   °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
+
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
       Eh eh eh eh mei san mir sche.
+
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
       und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
+
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
   °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
+
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
       doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
+
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
   °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
+
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
       und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
+
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
   °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
+
  °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
       die ausseer buam san ois hosnsoacha!
+
      aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
+
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
+
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
+
  °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
+
      und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
+
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
       denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
+
      und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
   °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
+
  °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
       da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
+
       und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
   °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
+
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
       da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
+
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
 +
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
 +
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
 +
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
 +
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
 +
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
 +
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
 +
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
 +
      Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 +
  °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
 +
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 +
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
 +
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
 +
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
 +
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
 +
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
 +
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
 +
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
 +
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
 +
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
 +
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
 +
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
 +
      Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
 +
  °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
 +
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
 +
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
 +
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
 +
  °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
 +
      de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
  
=== Spott Mädchen ===
+
=== Streit ===
  
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
+
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
+
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
+
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
       die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
+
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
+
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
+
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
+
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
+
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
+
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
+
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
+
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
+
       und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
+
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
+
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
+
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
+
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
+
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
+
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
+
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
+
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
+
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
+
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
+
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
+
       do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
+
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
+
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
+
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
+
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
+
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
+
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
+
   °  27, 28, 29, 30,
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
+
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
+
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
      dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
+
      Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
+
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
+
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
+
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
+
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
+
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
+
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
+
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
+
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
+
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
+
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
+
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
+
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
+
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
+
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
+
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
+
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
+
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
+
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
  °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
 
      und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
+
=== Tiere ===
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
+
 
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
+
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
+
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
+
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
+
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
+
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
+
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
+
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
+
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
+
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
+
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
+
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
+
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
+
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
+
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
+
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
+
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
+
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
+
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
+
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
+
       Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
+
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
+
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
+
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
+
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
+
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
+
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
+
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
+
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
       de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
+
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
 
+
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
=== Streit ===
+
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
 
+
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
+
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
+
       der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
+
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
+
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
+
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
+
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
+
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
+
       auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
+
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
+
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
+
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
+
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
+
   °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
       und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
+
       nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
+
       die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
+
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
+
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
+
   °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
+
       Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
+
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
+
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
+
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
+
       dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
+
   °  Die Bauern hom die Krah so gern
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
+
       waö die Krah immer schlauer wern.
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
+
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
       do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
+
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
+
 
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
+
=== Liebe ===
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
+
 
      für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
+
   °  Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
+
      und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
+
   °  Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
   °  27, 28, 29, 30,
+
       Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
+
   °  Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
+
       was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
      Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
+
   °  's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
+
      drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
+
   °  Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
+
       's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
+
   °  Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
+
       I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
+
   °  Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
+
       je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
+
   °  Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
+
       drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
+
   °  Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
+
       Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
+
   °  Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
+
       wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
+
   °  Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
+
       drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
+
   °  Hat ana a Deandl id is a weng schön,
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
+
       so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
+
   °  6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
 
+
       san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
=== Tiere ===
+
   °  I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
 
+
       ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
+
   °  Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
+
       da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
+
   °  Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
+
       jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
+
   °  Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
+
      dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
+
  °  Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
+
       dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
+
   °  Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
+
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
+
   °  Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
+
       und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
+
   °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
+
       da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
+
   °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
+
       drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
+
   °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
+
       und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
+
   °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
       Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
+
       Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
+
   °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
+
       muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
+
   °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
+
       und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
+
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
+
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
+
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
+
       Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
+
   °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
+
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
+
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
+
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
+
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
      der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
+
      liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
+
   °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
+
       drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
+
   °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
+
       jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
+
   °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
      auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
+
      hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
+
   °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
+
       nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
+
   °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
+
       drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
   °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
+
   °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
       nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
+
       die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
   °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
+
   °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
       die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
+
       wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
+
   °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
+
       wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
   °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
+
   °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
      Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
+
      wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
+
  °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
+
      da sich i di doppelt und das hab i gern.
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
+
   °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
       dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
+
       i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
   °  Die Bauern hom die Krah so gern
+
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
       waö die Krah immer schlauer wern.
+
       da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
+
   °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
+
       dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 +
   °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
 +
       hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
 +
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
 +
      und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
 +
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
 +
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 +
  °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 +
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 +
  °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
 +
      du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 +
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 +
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 +
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 +
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 +
  °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 +
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 +
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 +
      liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 +
  °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 +
      wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 +
  °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 +
      ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 +
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 +
      als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 +
  °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 +
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 +
  °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 +
      und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 +
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 +
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 +
  °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 +
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 +
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 +
      für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 +
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 +
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 +
  °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 +
      verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 +
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 +
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 +
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 +
      und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 +
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 +
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 +
  °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 +
      wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 +
  °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 +
      und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 +
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 +
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 +
  °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 +
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 +
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 +
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 +
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 +
      is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 +
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 +
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
  
=== Liebe ===
+
=== Fensterln ===
  
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
+
   °  An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
+
       an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
+
   °  Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
      Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
+
       lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
  °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
+
   °  Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
+
       habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
+
   °  Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
+
       hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
+
   °  Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
       liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
+
      und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
   °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
+
   °  Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
      drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
+
       zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
   °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
+
   °  Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
       wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
+
       dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
   °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
+
   °  Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
       jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
+
       wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
   °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
+
   °  Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
       hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
+
       sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
   °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
+
   °  Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
       nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
+
       da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
   °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
+
   °  Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
       drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
+
       da steht alle Damlang a anderer Bua.
   °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
+
   °  Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
       die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
+
       Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
   °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
+
   °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
       wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
+
       håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
   °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
+
   °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
       wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
+
       oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
   °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
 
       wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 
 
   °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 
   °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 
       und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 
       und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
Zeile 1.223: Zeile 1.463:
 
   °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 
   °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 
       i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 
       i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
  °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
 
      oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 
 
   °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 
   °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 
       Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 
       Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
   °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
+
   °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
       da sich i di doppelt und das hab i gern.
+
       wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
  °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
+
 
      i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
+
=== Erotik ===
  °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
 
      da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
+
   °  Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
  °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
+
       habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
      dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
+
   °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
   °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
+
       dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
      hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
+
   °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
+
       hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
       und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
+
   °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
+
       dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
+
   °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
  °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
+
       hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
+
   °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
   °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
+
       wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
       du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 
   °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 
      liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
  °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 
      wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 
  °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 
      ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 
       als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 
  °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 
  °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
 
      håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 
   °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 
      und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 
  °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 
      für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 
  °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 
       verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 
      und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 
   °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 
      wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 
  °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 
       und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 
   °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 
       is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
 
 
=== Erotik ===
 
 
 
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
Zeile 1.597: Zeile 1.781:
  
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 +
* sowie Beiträge von Usern
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
* sowie Beiträge von Lesern
 
  
 
[[Category:1Tanzlied]]
 
[[Category:1Tanzlied]]
 +
[[Category:Singen]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Steirischer]]
 
[[Category:Steirischer]]

Version vom 4. August 2018, 15:34 Uhr

Wollen Sie Gstanzln singen? Hier sind einige.

Gstanzl

Auf Wikipedia erfahren Sie, was ein Gstanzl ist.

Bitte

Wissen Sie weitere Gstanzln? Bitte senden Sie die Texte an Franz Fuchs. Wir freuen uns über jede Zusendung. Oder fügen Sie sie selbst hier ein, das freut uns noch mehr.

Ob Ihre Gstanzln irgend einem Geschmack entsprechen, ist egal, wir möchten keine Zensur ausüben wie so viele Volksliedsammler bisher. Wir richten uns da nach dem Steirischen Prinzen, Erzherzog Johann, der in seinem Aufruf zum Sammeln den Auftrag gab:

"... ja nichts zu gering und unbedeutend oder anstößig zu halten." 

Gstanzl-Lieder mit Melodien

Auf Volksmusik handgemacht sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im Dreivierteltakt:

Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im Zweivierteltakt:

einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:

Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.

einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen

Flugblätter mit Gstanzln

Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild), Außenseite
30 lustige Schnadahüpfl, Seite 2

und etliche weitere Gstanzllieder auf "Flugblätter"

neu eingesandte Gstanzltexte

weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.

Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:

FF, 4. 8. 2018

 °   In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
     drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 °   Wann da summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
     wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
 °   Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
     und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
 °   Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
     und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
 °   Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
     drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 °   Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
     Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.

Fred, 7. 7. 2018

 °   Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
     Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
 °   Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
     Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
 °   Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
     und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
 °   Huck di da zuacha a bissl bessa,
     aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
 °   Graft hab i ah mit an Kapuzina,
     hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
 °   Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
     und du bist a Hex und a so geht da Text.

FF, 18. 6. 2018

 °   Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
     ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
 °   S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
     hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
 °   Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
     weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
 °   Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
     die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
     hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
     die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
 °   Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
     Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.

Herbert, 23. 4. 2018

 °   Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
     geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
 °   Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
     führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
 °   Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
     zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
 °   Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
     er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.

ältere Gstanzln, nach Themen sortiert

Tanzgstanzln von Frauen

Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:

Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?

 °   Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
     das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 °   Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
     geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 °   Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
     Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 °   Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
     zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 °   Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
     weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.

Einleitung

 °   Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
     und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
 °   Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
     fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 °   Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
     du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 °   Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
     wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 °   Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
     I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 °   I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
     hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 °   San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
     san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 °   Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
     meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 °   Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
     die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 °   Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
     da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 °   Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
     weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
 °   Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
     weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 °   Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
     an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
 °   A neugs Liadl singat i allweil so gern,
     aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
 °   Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
     drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 °   Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
     dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 °   Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
     wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 °   Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
     dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 °   Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
     Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 °   I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 °   Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
     die ... und den ..., die feiern ma heut.
 °   Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 °   Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
     Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 °   Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
     drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 °   I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
     i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 °   Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
     und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 °   Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
     åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 °   Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
     i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 °   Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
     Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.

Alte Zeiten

 °   Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
     do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
 °   Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
     und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
 °   Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
     wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
 °   D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
     De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 °   Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
     Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 °   Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
     und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
 °   Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
     dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
 °   Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
     wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
 °   In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
     bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 °   Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
     wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 °   Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
     aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 °   Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
     tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 °   ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
     in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat) 

Historisches

 °   Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
     und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.

Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.

 °   Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
     durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
 °   Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
     de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
 °   Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
     jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
 °   Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
     Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.

Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.

 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 °   Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
     gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt. 

Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.

 °   Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
     Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.

Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.

Modern

 °   Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
     dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
 °   Wann oana was werdn und was sein will im Lebm, 
     dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
 °   A Handy, des is halt a praktische Sach,
     da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
 °   Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
     der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
 °   Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
     mir unt in meine Socken fließt
 °   Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
     Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
 °   Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
     und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
     und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
     und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
 °   Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
     des muas woi sei a Krokodü
 °   Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
     Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
 °   Es is alleweil a Schand in diesm Land
     Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
 °   Es is alleweil a Schand in diesem Land
     Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln 
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 °   Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
     aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 °   An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
     wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 °   Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
     auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 °   An Automobui bleibt an Automobui,
     ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!

Jahreszeiten

 °   Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
     nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
 °   Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
     wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
 °   Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
     und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat. 
 °   Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
     und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck

Bergerl

 °   Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
     da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
     und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
 °   Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
     foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö. 
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
     da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
 °   Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
     Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
 °   Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
     Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
 °   Do oben aufn bergal do steht a maschin.
     Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
 °   Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
     da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
 °   Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
     da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
 °   Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
     do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
 °   Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
     die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
 °   Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln 
     do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
 °   Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
     da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 °   Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
     do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln. 
 °   Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
     da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 °   Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
     da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 °   Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
     wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.

Hochzeit

 °   Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
     beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah. 
 °   Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
     und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
 °   Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
     a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
 °   Seit i verheirat bin und bin a Mann,
     hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
 °   Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
     da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 °   Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
     und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 °   Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
     iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 °   Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
     an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.

Ehe

 °   Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
     a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
 °   Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
     vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
 °   O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
     Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
 °   Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
     dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
 °   Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
     die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
 °   Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
     das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
 °   Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
     wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
 °   Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
     wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz. 
 °   Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
     da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
 °   Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
     i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.

Familie

 °   Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
     furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 °   Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
     mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 °   Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
     Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
 °   Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
     jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
 °   Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
     mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
 °   Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
     mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
 °   Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
     er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
 °   Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
     i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g.... 
 °   Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
     der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
 °   Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
     die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich. 
 °   Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
     hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
 °   jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
     obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
 °   Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
     Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
 °   Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
     habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.

Mein Vater

 °   Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
     hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
     hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
     hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
 °   Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
     jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
 °   Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
     hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
 °   Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
     wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
 °   Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
     gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
 °   Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
     Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
 °   Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
     er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
 °   Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
     mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 °   Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
     wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 °   Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
     mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
 °   Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
     mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
     denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
 °   Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
     er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
 °   Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
     i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
 °   Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
     und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
 °   Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
     und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
 °   Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
     Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
 °   Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
     mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
 °   Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
     Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
 °   Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
     wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
 °   Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
     er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
 °   Mei Vater is Angler und Angler bin i,
     mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
 °   Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
     i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
 °   Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
     und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
 °   Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
     er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
 °   Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
     i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
 °   Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
     dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
 °   Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
     und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
 °   Mei Vater is Maler und Maler bin i,
     er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
 °   Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
     er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
 °   Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
     er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
 °   Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
     weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
 °   Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
     er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
 °   Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
     i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
 °   Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
     und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
 °   Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
     wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
 °   Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
     i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
 °   Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
     mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
 °   Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
     doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
 °   Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
     mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
 °   Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
     er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
     dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
 °   Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
     weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
 °   Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
     bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
 °   Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
     mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
 °   Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
     mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
 °   Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
     mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
 °   mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
     mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
 °   mei vodda is maura, und maura bin i,
     mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 °   Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
     doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
 °   Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
     mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
 °   Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
     da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.

Schwiegermutter

 °   Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
     weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
 °   Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
     wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 °   I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
     des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 °   Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
     mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 °   Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
     de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 °   I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
     s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 °   Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
     weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 °   Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
     zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 °   Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
     und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.

Berufe

 °   Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
     bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
 °   A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
     wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
 °   Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
     er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
 °   Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
     wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
 °   Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
 °   Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
     mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
 °   Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
     aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
 °   Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
     ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
 °   Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
     dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
 °   Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
     am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
 °   Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
     die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
 °   Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
     dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 °   Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
     der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
 °   Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
     die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
 °   In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
     I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
 °   Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
     und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
 °   A Ix und a Zet und Studentn san nett
     und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
 °   S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
     jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
 °   Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
     hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
     da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
 °   Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
     die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
 °   Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
     spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
 °   In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
     jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
 °   Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
     die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
 °   Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
     Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
 °   Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
 °   Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
 °   Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
     weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
 °   Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
     zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
 °   Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
     scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
 °   An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
     aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
 °   I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
     denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
 °   Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
     und i man, des is morgn grad so als wia heut.
 °   Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
     Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
 °   Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
     und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
 °   iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
     Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
 °   Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
     Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
 °   Was macht denn a Jager alloani im Wald,
     ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
 °   Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
     es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
 °   Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
     die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
 °   Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
     geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
 °   Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
     fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
 °   Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
     Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
 °   Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
     bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
 °   Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
     was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
 °   Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
     sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
 °   Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
     Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
 °   Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
     Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
 °   I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
     i lass ma den vordern und hintern plombiern.
 °   d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
     seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
 °   Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
     der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
 °   Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
     do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
 °   Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
     mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
 °   I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
     und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
 °   Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
     bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
 °   Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
     wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
 °   Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad, 
     Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag

Musikanten

 °   Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
     Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
 °   Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
     am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
 °   Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
     a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
 °   Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
     Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
 °   Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
     i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 °   Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
     wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 °   Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
     lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
 °   Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
     Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
 °   A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
     san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
 °   Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
     hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
 °   Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
     Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
 °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
     nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
 °   Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
     da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
 °   De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
     eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
 °   Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
     wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
 °   Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
     gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
 °   Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
     und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
 °   Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
     und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 °   Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
     die wickln si gar a so ume um an.
 °   I bin da Geiga, du bist da Tanza,
     i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 °   Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
     sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 °   Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
     Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 °   Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
     Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 °   Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
     tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 °   Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
     da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 °   Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
     blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 °   I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
     drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 °   Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
     Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 °   Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
     kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat

Zur Chorleiterin

 °   Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
     egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 °   Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
     wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 °   Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
     denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.

Pfarrer

 °   Da pforra vo steyr hod glosane eier
     Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
 °   Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
     Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
 °   Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
     da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
 °   Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
     und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
 °   Mir ham a Problem in unserer Gmoa
     die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
     da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
°    Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
     Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
 °   Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
     sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
 °   I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
     jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
 °   Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
     Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht 
 °   De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
     drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
 °   Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
     daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
 °   da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
     und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
 °   oben aufn bergal do steht a kappöln,
     do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
 °   I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
     sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
 °   Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
     weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
 °   Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
     was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
 °   Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
     der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
 °   Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
     Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
 °   Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
     hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut. 
 °   da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
     und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
 °   In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
     das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 °   Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
     beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 °   Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
     und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 °   Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
     mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen 
 °   da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
     do drin liegt a häil is in pforra sei b...l 

Jäger

 °   Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
     Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 °   Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
     und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 °   Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
     und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 °   Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
     is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 °   Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
     Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.

Geld

 °   Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
     geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
 °   Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
     und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
 °   Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
     damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
 °   Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
     und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
 °   Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
     scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
 °   Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
     wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
 °   Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
     dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.

Trinken, Essen

 °   Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
     zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
 °   In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
     und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
 °   Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
     aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
 °   Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
     bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
 °   Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
     und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
 °   Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
     des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
 °   Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
     drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
 °   In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
     wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
 °   Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
     die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
 °   Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
     und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
 °   Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
     dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
 °   s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
     ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
 °   In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
     derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
 °   Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
     Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
 °   Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
     z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
 °   A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
     wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
 °   Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
     da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 °   Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
     aft werdns schen saftig und brennan net an.
 °   Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
     und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 °   Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
     jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 °   Mia haum a Problem in unsara Gmoa
     de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 °   Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
     daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 °   Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
     Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 °   Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
     hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 °   Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
     Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 °   Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
     schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 °   Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
     Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
     du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
     geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 °   Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
     morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 °   Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
     der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 °   Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
     der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.

Spaß

 °   Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
     Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
 °   Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
     könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
 °   Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
     und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
 °   Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
     wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
 °   Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
     hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
 °   Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
     und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
 °   Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
     mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
 °   Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
     am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
 °   Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
     d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
 °   An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
     die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
 °   A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
     san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
 °   Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
     schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
 °   D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
     Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
 °   Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
     Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
 °   Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
     in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
 °   Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
     fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
 °   Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
     de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
 °   Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
     der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot

Spott Burschen

 °   Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
     dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 °   Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
     da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
     den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 °   Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
     sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 °   Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
     nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 °   Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
     geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 °   I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
     und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
 °   Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
     dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
 °   Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
     und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
     is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
     des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
 °   I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
     hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
 °   Dass im Wald finster is, machn die Bam.
     Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
 °   Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
     Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
 °   I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
     dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
 °   Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
     und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
 °   Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
     dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
 °   Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
     i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
 °   Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
     die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
 °   Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
     i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
 °   Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
     zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
 °   Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
     sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
     dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
     und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
 °   Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
     Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
 °   Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
     i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
 °   Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
     er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 °   Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
     in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 °   Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
     daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 °   Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
     beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 °   Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
     Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 °   Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
     hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 °   Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
     sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 °   Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
     Eh eh eh eh mei san mir sche.
 °   Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 °   Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
     doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 °   Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
     und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 °   am schoastoanspitz waht a wind a woacha
     die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 °   jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
     hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 °   Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
     da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 °   Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
     denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 °   Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
     da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 °   Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
     da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.

Spott Mädchen

 °   Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
     kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
 °   Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
     hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
 °   Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
     weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
 °   Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
     wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
 °   Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
     bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
 °   Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
     des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
 °   Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
 °   Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
     nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
 °   Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
     die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
 °   Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
     aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
     und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
 °   Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
     nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
 °   Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
 °   Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
     in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
 °   Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
 °   Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
 °   Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
     nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
 °   Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
     so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
     und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
 °   Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
     da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
 °   Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
     Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
 °   Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
     dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
 °   Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
     Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
 °   Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
     Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
     so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
 °   Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
     aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
     aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
 °   Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
     und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
 °   Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
     und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
 °   Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
 °   Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
     habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
 °   Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
     is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
 °   s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
     Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
 °   s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
     und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
 °   A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
     Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 °   Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
     und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 °   In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
     wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
 °   Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
     die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
 °   Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
     aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
 °   Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
     hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
 °   Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
     wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
 °   Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
     Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
 °   A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
     obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
 °   Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
     die brauchns net waschn, die soachns nur an.
 °   In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
     de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an

Streit

 °   Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
     dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
 °   Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
     Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
 °   A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
     wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
     wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
 °   Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
     er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
 °   Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
     `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
 °   Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
     und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
 °   Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
 °   A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
     obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
 °   Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
     sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
 °   Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
     D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
 °   Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
     Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
 °   Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
     dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
 °   Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
     do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt. 
 °   Der eine weiß dies, der andre weiß das,
     ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was. 
 °   Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
     für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
 °   Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
     am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
 °   27, 28, 29, 30,
     host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
 °   In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
     Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
 °   Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
     hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net. 
 °   unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
     do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
 °   jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
     der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
 °   Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
     hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
 °   Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
     mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
 °   De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
     de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
 °   Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
     das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
 °   wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
     do ruida die augn wie da hou in da steign!
 °   do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
     wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!

Tiere

 °   Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
     jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
 °   Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
     i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
 °   De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
     De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
 °   Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
     de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
 °   Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
     dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
 °   Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
     hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
 °   Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
     dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
 °   Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
     seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
 °   Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
     dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
 °   A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
     Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
 °   Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
     still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
 °   Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
     sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
 °   Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
     wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
 °   Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
     damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
 °   Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
     für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
 °   Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
     bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
 °   Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
     der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
 °   Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
     meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
 °   Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
     mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
 °   In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
     auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
 °   Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
     weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
 °   I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
     jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
 °   Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
     nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
 °   Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
     die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
 °   In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
     die einen werdn braten, die andern schaun zua.
 °   Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
     Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
 °   De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
     do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
 °   Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
     dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 °   Die Bauern hom die Krah so gern
     waö die Krah immer schlauer wern.
 °   Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
     ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.

Liebe

 °   Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
     und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
 °   Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
     Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 °   Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
     was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
 °   's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
     drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
 °   Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
     's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
 °   Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
     I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
 °   Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
     je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
 °   Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
     drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
 °   Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
     Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
 °   Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
     wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
 °   Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
     drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
 °   Hat ana a Deandl id is a weng schön,
     so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
 °   6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
     san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
 °   I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
     ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
 °   Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
     da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
 °   Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
     jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
 °   Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
     dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
 °   Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
     dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
 °   Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
 °   Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
     und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
 °   Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
     da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
 °   I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
     drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
 °   Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
     und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
 °   Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
     Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
 °   An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
     muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
 °   Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
     und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
 °   Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
     i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 °   Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
     Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 °   A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
     aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 °   Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
     Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 °   Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
     liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 °   An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
     drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 °   Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
     jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 °   Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
     hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 °   Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
     nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 °   Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
     drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 °   A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
     die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 °   Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
     wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 °   Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
     wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 °   Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
     wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 °   Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
     da sich i di doppelt und das hab i gern.
 °   I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
     i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 °   Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
     dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 °   Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
     hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
     und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
     und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 °   Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 °   Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
     du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 °   Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
     mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 °   Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
     dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 °   A Dirndl a netts, lusti und keck,
     mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 °   Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
     liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 °   Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
     wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 °   Wann die Donau austrickat und i bin net da,
     ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 °   s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
     als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 °   S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
     Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 °   Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
     und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 °   Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
     aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 °   A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
     und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 °   A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
     für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 °   A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
     hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 °   Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
     verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 °   S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
     und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 °   Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
     und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 °   Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
     a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 °   Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
     wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 °   Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
     und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 °   Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
     dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 °   zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
     die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 °   Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
     und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 °   Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
     is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 °   Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
     nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.

Fensterln

 °   An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
     an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 °   Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
     lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 °   Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
     habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 °   Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
     hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
     und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 °   Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
     dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 °   Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
     wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 °   Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
     sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
     da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
     da steht alle Damlang a anderer Bua.
 °   Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
     Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 °   A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
     håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 °   Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
     oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 °   Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
     und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 °   Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
     sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 °   Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
     i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 °   Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
     Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 °   Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
     wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.

Erotik

 °   Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
     habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
 °   Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
     dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
 °   Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
     hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
 °   Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
     dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
 °   Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
     hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
 °   De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
     wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   Aber Dirndl hehe, in da Fruah an Kaffee,
     zmittag saure Ruam, auf d Nacht an schen Buam.
 °   Aber Schuasta hoho, dei Weib hat an Floh,
     von was hats den Floh, von Schuaster hoho.
 °   Glei  hinter Kierling a Dreiviertelstund
     hat ana sei Mentsch verkaft gegn an klan Hund.
 °   Gestern ham ma gar nix ghabt, ka Geld und ka Gwand,
     heut ham ma wieder Läus und Flöh, alls mitanand.
 °   An Floh, wannsd eam angreifst, brauchst Finger halt zwa,
     a Mentsch, wannsd as angreifst, de macht glei an Schra.
 °   Bist gestern erst kumma, kummst heut scho wieda,
     wannsd alle Tag kummst, wirst ma ah scho zwieda.
 °   Des Diandl, des schaut mi von unt herauf an,
     i muaß amal kitzln, dass ma ah was davon ham.
 °   Wann bei da Nacht s'Bettstadl knarrezn tuat,
     dann waß i, dass d'Muatter an Vatern nix tuat.
 °   Beim Arbeitn hab i halt allweil a Gfrett
     weit schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 °   I habs linksum busslt, i habs rechtsum busslt, i habs einebusslt ins Bett,
     is da Vata kumma, hat uns aussegschmissn, dabei war's grad so nett.
 °   I hab jetzt scho zahlt 18 Jahr lang ganz gwiss,
     jetzt sagt ma mei Dirndl, dass's scho wieda so is.
 °   Hat a oanzigsmal ghuchazt da drobn auf der Alm
     und jetzt hot er scho wieda de Hebamm zum zahln.
 °   Dirndl, sei net zwieda, Dirndl, sei net fad, 
     Dirndl, lass mi drüber, kriagst ah an Tschoklad.
 °   Auf d' Alm bin i gstiegn, habs Mensch gfragt ums Liegn,
     gar spöttla hats gredt: sie hätt Flöh drein im Bett.
 °   s' Mensch tuat ma load, hat an Floh in da Pfoad,
     muaß i eini glanga und ihrn aussa fanga.
 °   Ja, d' Madln san nett, wia z' Alm drobn die Küah,
     wannst eahna nix gibst, gehn s' wieda von dir.
 °   I pfeif auf mei Jungfernschaft, i pfeif auf mei Leben,
     der Bua, der mir’s gnumma hot, kann’s nimmer hergeb’n.
 °   Auf da Alm, do musst schlafn, Bua, des is a Sach,
     derfst niglnagln, derfst arschwagln, wird ka Bauer net wach.
 °   Drent im Föhrawald, da geht da Wind so kalt, da kennan d Vögln neama pfeifa,
     und da Oberlehra hat si d Finger gfrert, jetzt kann a d Vögln neama greifa.
 °   S`Dirndl håt oane wia a Einbrennschissl
     wånn da rechte Bua kimmt, sågt`s: "geh Bua riahr a bissl".
 °   S Dirndl hat oani wiar a Oachischüssl,
     und wann ma ihrs anrührt, aft soachts halt a bissal.
 °   Auf'd Nacht hab i's "pstn" ghört druntn beim Zaun,
     wanns nu amal "pstn" tuat, geh i nachschaun.
 °   Wann i amal greßa bin, und nimma so kloa,
     aft geh i ah zu die Menscha as "pstn" neitoan.
 °   Und die richtign Dirndln, die "pstn" so gern,
     und wia öfter dass "pstn", um so besser tuans werdn.
 °   Und s Dirndl hat a Zidan und da Bua hats net gwisst,
     bis dass er mitm Zidanschlüssl ins Stimma kemm is.
 °   Die Äpfi san saua und d Zwetschkn san siaß,
     es Dirndl hat Nasnbliatn zwischn die Fiaß.
 °   Muass i ma beim Hosntürl a Gschlössl anschlagn,
     weil ma d Weiba, die Luadan, allweil s Werkzeug vertragn.
 °   Aber Diandl, wo host as denn, daß i's net findt?
     Hast as ‘leicht gar verlurn, oder z' weit hint’?
 °   Und i han's nit z' weit vorn, und i han's nit z' weit hint.
     Han's zum Fassbinder trag’n, weu ‘s all’weil so rinnt.
 °   Wann i amal groß bin und i bin a Mon,
     dann derf i den Mentschern in Zipfel nei toan.
 °   D Schmiedin mitm Hammer, da Schmied mitm Stui,
     da Schmied kann net hammern, wann d Schmiedin net wui.
 °   Wann der Stier nimma wü und da Bau nimma kann
     Dann ruaft halt die Bäurin in Viechdokta an 
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvogelnest,
     und i trau mi net zuawa, die Luadan san bes.
 °   A niglneuchs Häusl und a niglneuchs Bett,
     und a niglneuchs Dirndl, aba niedernagln derf is net.
 °   Gestern auf d Nacht hab i lachn müassn,
     hab gmoant, i habs Mensch, 's war die Katz bei d Füaßn.
 °   Und wann i beim Dirndl bin, geht allweil 's gleiche Gspiel:
     sie hebt s Röckerl vors Gsicht und sagt: schaum mi so viel.
 °   Dreimal uman Stodl und viermal ums Haus,
     und wannst ma 'n jezt no net zagst, reiß i da 'n aus.
 °   Je höher die Alm, desto schärfer da Wind,
     je schöner es Diandl, desto kloaner die Sünd.
 °   Aber Dirndl, setz di zuwa, du blitzsaubers Leutl,
     Aber daß'd di net schneid’tst mit mein’ trumm Taschenfeitl.
 °   Zwischn zwa Heuballn, da is mei Mensch neigfalln,
     's lasst ma ka Ruah, i leg mi dazua.
 °   A wengl kurz und an wengl lang, und a wengl umaruck’n auf der Bank.
     A wengl eng und a wengl weit, mit an schön’ Dirndl hätt i mei Freud.
 °   Unser alts Häuslwei jammert schon lang allwei,
     weil da alt Häuslmann gar nimma kann.
 °   Beim Dirndl ihrn Fensta hab i umigschnagglt,
     hat a Katz außaglangt, hat mi einighagglt.
 °   S`Dirndl hoaßt Lena, håt an Ståll volla Henna
     und a Schlupfloch håts drån, daß da Håhn eine kånn.
 °   Aber lustig und ledig, mir gehn in koa Predigt,
     Mir gehn in koa Beicht, aba d’Menscha kriagn ma leicht. 
 °   Fidö bei da Zittern, fidö bei da Geign
     Fidö bei mein Diandl, wann i auffi muaß steign.
 °   Greif net soweit auffi, wo da Fuaß dicka is,
     sunst kimmst in de Landschaft, wost herkemma bist!
 °   Gell, du Schwarzaugerte, gell, für di taugert i,
     gell, für di war i recht, wann i di mecht.
 °   Es Diandl bet allweil, daß ka Unglück entsteht,
     daß in Kierlinger Wildbach ka Schiff untergeht.
 °   S'hat oans gschlagn, s'hat zwoa gschlagn s'hat drei gschlagn bei da Nacht
     Da hat mit da Bua um mei Jungfernschaft bracht
 °   I pfeiff auf mei Jungfernschaft, des is ja net mei Leben
     Da Bua der mas gnumma hat, der kammas nimmer gebn. 
 °   s'Deandl is liabreich, aber geldreich is net.
     is ma liaba, sie is liabreich, beim Geld liag i net!
 °   A Katz und a Dirndl, die san ziemlich gleich,
     da Schädl is hart und da Bauch, der is weich.
 °   De Bäuerin is schwanga und mo woas nit vo wem
     Ban Nochborn homs an Goasbock, jo oft schiamas af den.
 °   De Wirtn is schwonga, de Kechin is dick.
     De Könnarin is guata Hoffnung. Heast de Leit hom a Glick.
 °   Auffigschaut, auffigschaut hob i aufs Bett
     Oba auffitraut, auffitraut hob i mi ned!
 °   Waunst scho moanst, i hätt’ di gern, du oide Sturmlatern, 
     rinnaugads Odlfass,  na, dia pfeif i wos!
 °   Des Deandl hod gsoad hod an Floh a da Pfoad.
     Muaß i einiglaunga muaß in auafaunga!
 °   Da Gigl-Gogl hat a Henn ghabt und da Gogl-Gigl hat's a.
     Sagt da Gigl-Gogl znagst zum Gogl-Gigl, gigl gogl du die meine a.
 °   Da Goglgigl hat a Henn ghabt und hats giglgoglt in da Strah,
     sagt da Giglgogl znagst zum Goglgigl, giglgogl du die meine ah.
 °   Hab' a nigelnagelneus Häusl, hab' a nigelnagleus Bett
     hab' a nigalnagelneus Dirndl, aber niedernageln derf i's net
 °   I hobs higwuzelt, i hobs hergwuzelt i hobs einegwuzelt in d Strah,
     Is da Bauer kumma hot uns aussagwuzelt wias am allerschenan gwen war!
 °   über da bruck, unta da bruck hot da baur d´bäurin buckt
     er hot glocht, sie hot glocht homs an klan baunbuam gmocht
 °   nudl in da rein, nudl in da rein heit muass nu lustig sei
     nudl in da rein, nudl in da rein lustig muass sei 
 °   Drunt in da Au liegt a Mo auf da Frau.
     Liegt da Knecht auf da Dirn, und tan multiplizieren.
 °   Mei broatoarschats Dirndl i hob di so gern.
     I mecht wengn dein Broatoarsch a Scheißhäusl (Häuslbrett) werdn.
 °   Ban Dirndl sein Fensta, do gehts zünfti zua.
     San o sechs a siebn Loatan und koa oanziga Bua.
 °   Zwidiwischpal zwidiwaschpal zwidiwuschpal mei Bua.
     Heit is nix mehr mitn radidetzgaln, mochs Hosndürl wieda zua.
 °   Da Fuchs tuats da Füchsin, da Guck tuats da Gückin,
     in Dirndl da Bua, jo do gehts gaunz schei zua.
 °   Waun i a Oidi wetz, daun is a muads drum Hetz,
     Waun I a Junge wetz, daun is glei nu mehr Hetz.
 °   Kannst gern a Bissl zuwisteign,
     i tat da gern mei Stubi zeign. 
 °   Aber Dirndl, du Luada, sag nit alls da Muada,
     sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.

eindeutig

 °   Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
     Drneben a Maschin, de die Jungfrauen au tuet.
 °   Und mei Jungfrau hoaßt Nani, hat a winzige klani
     Muß ma’n wuzeln und schmier’n, dass ma’n eini kann kriag’n.
 °   Meine Duttn san hart und mei Pumperl, des tropft,
     drum möcht i gern ham, dass mir’s aner verstopft.
 °   S Dirndl vo Hohenzö reckt d Haxn grad in d Höh
     springt eahm a Heuschreck drein mittn in d Rein.
 °   Der Bauer is a Spitzbua, wann er scheißt, dann druckt er d' Aug’n zua.
     Wann er ausgschissn hat, dann steht er wieder grad.
 °   Gigade Gogade, s'Mensch hod a nockade
     is do ned woar, sie hods volla Hoar
 °   Ban Mensch vo Adlwang wird ma die Zeit net lang
     boid pack is vorn boid hint, wia is Lo hoit grad find
 °   S'Mensch von Sattledt gfreit si hoit, boid a steht
     boid i ihr einifahr grad unterm Pfoad
 °   S'Mensch, des hoaßt Zülli, sie lasst mas freiwülli
     tat ma's nochschicka a, wanns zan oschraufa war
 °   S'Mensch vo da Haunoldmühl lass mi hoit, wann i wüll
     aufi und obi steign vo da Bassgeign
 °   Znagst bin i auffi gstiegn, bin i drobn hänga bliebn
     druck i ihr d'Geign vanand, Bua des war a Schand
 °   wo i moi greßa bi und nima so kloa,
     don gen e za de Menscha, as Zipfi ei doa!
 °   s dirndl is 18 wön und nu nia bedad wön,
     iaz wiad ia ongst und bang, slo wächst ihr zam!
 °   aber gschißn is gschißn, scheiß zuawi zum zaun,
     mit die finger dreingriffen, werden die nägel schön braun.
 °   die könarin die schlompn hod a muaz trum wompn
     is kind schaut scho aussa bam loch owa budan wüs doch!
 °   An oids Foss hod an oidn Roaf, an oida Maun an oidn Schwoaf
     an oids Weib hod an oids Lo, aber mausn mechts do
 °   S' Dirnd va Obertraun losst in Buam ois aunschaun, 
     Duddl, Fut, Orsch und Bau, des is a Sau
 °   Mei Dirndl, des Lieserl, des sitzt af an Bam
     i greif ihr aufs Wischerl sie brunzt ma am Dam
 °   Jo und i scheiß und i scheiß und i scheiß ohne End
     Und iatz scheiß i aufs scheißen, wal ma es Orschloch soo brennt.
 °   A Fut und a Fliagn, san schwa zum dagriagn,
     und kunt a Fut fliagn, warats nia zu dagriagn!
 °   Da Essig is sauer und da Zuger is siaß
     Und wons da a da Hosn scheißt, oft stinkn a de Fiaß
 °   Zwiwuschpel, zwiwaschpel, mei peill schaut aus wia kaschpl,
     mei peil is voller bluat, i glaub das er bei einer jungfrau lernen tuat. 
 °   A oita Bam hot a oite Rindn, und a oits Weib hots weit hintn,
     und a poar Hoar hots drau, daß wos firazoagn ko.
 °   Am Ötscha bin i auffi bis ganz am Güpfi.
     Auf da oan Seit hob i in Oarsch owi ghoitn, auf da ondan s`Züpfi.
 °   Fut voller Gretzn, da Beidl voi Bluat.
     Gschnaxlt muas werdn, a wonns nu so weh tuat.
 °   i woa grod am klo drin, hob mir an radiert,
     i bin hoit a wixa, jetzt hob is kapiert.
 °   S´Dirndl hod an Euro gstoin, und kaft sie an Rahm
     schmiert sie s´Pfuiteixl ein, dass bessa gang.
 °   da bauer am berg obm, der hot hoit sei not,
     wixt si an owa und schmiat si`s aufs brot.
 °   Auf der Brixleggerer Bruck scheißt oana am Inn,
     aft schreit da Dreck aufa: jetzt bin i dahin. 

Weinviertler Weingstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über Weinviertel und Wein verfasst:

 1.  und da schuastaseppe und da maurapoldl und die schneidamitzi und ia gsö
     san in vurjoa mitanaund auf d brünnerstrossn und san heit no ollawäu in ö
 2.  und die graue hausmaus und die klane zwergmaus und die spitzmaus und da bisamrotz
     und die weiße maus mitsaumt di alkomatn, des is olls für die kotz
 3.  aber übermorgn, do wirds vuagestern gwesn sei und gestern, do wors sicher murgn
     heite huck ma do und flaschln mitanand,  kunntsd ma du net no an lita burgn
 4.  ja die oxnwirtin is a riesnbißgurn,  keift und schimpft und kebbelt furt und furt
     hot a spitze nosn zan trompetnblosn, nur ihr wei, der geht da holt ins bluat
 5.  und da blau port'giesa und da weißburgunda rafn mitanaund glei hintern foss
     wäu da blau port'giesa hat a schene rode forb, da weißburgunda is gaunz bloss
 6.  mei schwiegermuatta und a weinfassl, der unterschied is gar net wüd
     oll zwa liegns in kölla, oll zwa sans recht gfüd
 7.  d beaumtn san kraunk, wia kau ma s kuriern
     mit geld muaß ma s waschn mit wei muaß ma s schmiern
 8.  da wei und es wossa, des is ja bekaunnt
     de rinnan in wirtn oft gnua durchranaund
 9.  Da wirt tramt, in fassl verbrennt eam da wei,
     jetzt rennt dea noar owe und schitt wossa drei
10.  rot san die kerschn und weiß san die blia
     grean da veltlina und blau, des san mia
11.  gibsd an weivierdla mentscherl an weivierdla wei
     ins weivierdla doppebett follts da glei nei
12.  hollodareiduljo, i und mei mau
     hollodariadu mia saufn uns au
13.  hollodareidu mei olde und mi
     hollodariadu strahts ollawäu hi
14.  die gams hod an boat, an boat, den hob i
     mei schotz schleift an boat, waun i augsoffn bi
15.  a baumasta bin i, ka haus foit ma ei
     und a ka gstanzl von heirign wei
16.  und wäu ma nix eifollt, in huat hauri drauf
     köönarin, moch ma a zwiemandl auf
17.  die muatta hots gsogt und da vota sogts aa
     so a flaschl veltlina is ollwäul glei laa
18.  mei voda sogt, er möcht vetschina tschickn
     i versteh ollwäu, i soll veltlina schlickn
19.  da bush mocht an kriag und da blair mocht eam a,
     s'war gscheida, de gangatn saufn, de zwa
20.  a kaiwe sauft mülli, sei leber schmeckt guat
     i mecht goa net wissn, wias mei leber tuat
21.  die kuah, die schreit muh und die kotz schreit miau
     und i schrei heit prost, so laung i no kau
22.  a ausdirndlts dirndl, a veltlinerfloschn,
     da muaß i sinniern, wos i zerscht soll vernoschn 

U-Bahn-Gstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über die Wiener U-Bahn verfasst:

 1.  In da U-Baun is's lustig, in da U-Baun is's fein,
     wann die Schwarzfahrer rennan und die Schwarzkappler schrein.
 2.  Bei da heurign Hitzn kannst da 's U-Baun-Fahrn sparn,
     wäu die klimatisiertn Wägn de derfn net fahrn.
 3.  Reumannplotz - Schwednplotz - Donau - Kagrau.
     Simmaring - Ottakring,  i sauf mi au.
 4.  Mei uralte Kraxn, de schenk i bald her,
     wäu die U-Baun in Wean, die fahrt vü schnellerer.
 5.  In da U 4 sauf i mei Bia
     augflaschlt ois wia in da U 4
 6.  In da U 4 schbeib i als wia
     In da U 2 schbeib i a
 7.  Nordic walking, nordic skäting auf Hüttldorf naus.
     Nordic sitzing, nordic fahring d'U 4 bringt mi zhaus.
 8.  I renn, dass i schnö in da U drinnat bin.
     A Sandler streckt d Haxn aus, scho strahts mi hin.
 9.  In d Ubaun, da hupfert i öfters gern nei,
     nur biagts halt so seltn ins Kierlingtal ei.
10.  Von da Ubaun a Gstanzl gibts nur, waunns mi gfreit.
     I bin in da Rentn, pfiat eich, "ka Zeit". 

Gstanzln fürn Franz

Bei uns ist üblich, zu jedem Geburtstagsfest oder ähnlichem frisch gedichtete Gstanzln vorzusingen.
Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
Zu finden sind sie auf Gstanzln fürn Franz

Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?

Bitte tragen Sie sie hier ein.

Quellen